Thüringer Kompetenzzentrum

 
 

Besonderer Feuerschutz für kluge Köpfe

 

Erstklassige Ausbildungsarbeit und Forschung – dafür steht das neue Kompetenzzentrum für Hochtechnologien und Solarwirtschaft, eingeweiht im Frühjahr 2010. Schwerpunkte sind erneuerbare Energien, Halbleitertechnologie und Mikrosystemtechnik. Hier werden junge Menschen zu Solartechnikern, Mechatronikern oder Mikro- und Nanotechnologen ausgebildet. Das Angebot des Kompetenzzentrums ist deutschlandweit einzigartig und stärkt Thüringens Position als Solarstandort. Träger ist das Bildungswerk für berufsbezogene Aus- und Weiterbildung (BWAW). Auf drei Etagen bietet der moderne Bau rund 3.500 m2 u.a. Platz für elf Schulungsräume, acht Labore, einen Reinraum für Mikrotechnologie und vier Solarmodul-Testfelder. In Thüringen ist seit Kurzem die neue Brandwiderstandsklasse T60 eingeführt (hochfeuerhemmend). In der Thüringer Landesbauordnung hat diese in einigen Fällen die aufwändigere T90-Klasse abgelöst und ermöglicht damit wirtschaftlichere Feuerschutzabschlüsse. Im Kompetenz-Zentrum ist dies in den Fluren der Fall, in denen T60-Türen von Teckentrup eingebaut wurden, die nach der neuen europäischen Brandschutznorm EN 1634-1 geprüft sind.

Das Kompetenz-Zentrum für Hochtechnologien und Solarwirtschaft in Erfurt ist ein Beispiel für den Einsatz von Türen der Brandschutzklasse T60. Die Thüringer Bauordnung schreibt geradlinige Zu- und Durchgänge vor. Neben den Anforderungen durch Wärmeschutz, Brand- und Schallschutz ist die gesamte Anlage barrierefrei angelegt. Aus diesem Profil leiten sich die Anforderungen für die Türen ab. Als Vorteil erwies sich die Unterstützung von Teckentrup vor Ort – die erste Anfrage erreichte den Standort Halberstadt, von dort wurde die Niederlassung in Erfurt eingeschaltet. „Die Nähe erleichterte Koordination und Übergabe" erklärt Andreas Gebhardt, Niederlassungsleiter in der thüringischen Hauptstadt, „die Elemente wurden dann nach Ihrer technischen Definition gefertigt und sukzessive montiert".

Türen für alle Anforderungen
Je nach Einsatzort waren unterschiedliche Funktionen gefragt. In den Fluren fehlt zum Beispiel die Anschluss-Möglichkeit für gewöhnliche Zargen. Deshalb wurden spezielle Blockzargen („Typ 3") eingesetzt, die den Einbau ohne Mauervorsprünge ermöglichen. So bleibt ein maximaler lichter Durchgang bei offenen Türen im 90-Grad-Winkel. „Die neu entwickelten Feuerschutztüren sind schneller zu montieren als bisher. Das ist ein wirtschaftlicher Vorteil gegenüber herkömmlichen Varianten", erläutert Gebhardt. Türblatt und Zarge wurden pulverbeschichtet im Wunschfarbton anthrazit bzw. in weiß eingebaut. Besonders elegant wirken die Türen, da sie ein extrem glattes Türblatt haben - ohne die früher übliche Bandprägung.

Die Palette der eingesetzten Teckentrup-Türen reicht von der Feuerschutztür mit Antrieb und Sensor im Fluchtweg bis zur schallgedämmten Labortür. Viele Türen sind mit absenkbarer Bodendichtung rauchdicht und mit Bändern aus Edelstahl ausgestattet und zusätzlich mit einem Antipanik-Schloss versehen.

Für eine optimale Wärmedämmung sorgt die doppelwandige Mehrzwecktür dw 42-2. Sie schützt die Schulungs- und Trainingsräume vor übermäßigen Energieverlusten und trägt so zu einer angenehmen Arbeits-atmosphäre bei.

In den Fluren sind Rauchschutztüren vom Typ RS-2 verbaut. Sie verhindern mit dreiseitiger Dichtung und einer Bodenschwelle das Eindringen von Rauch im Brandfall. Mit der zusätzlichen Feststellanlage werden die Türen im Normalbetrieb offengehalten.

Damit es in den angrenzenden Räumen ruhig bleibt, wenn es beim Experimentieren knallt und zischt, gibt es in einem Labor auch eine Schallschutztür. Die zweiflügelige Variante vom Typ „dw 52-2 Teckentrup DF" sorgt mit einem Wert von Rw = 42 dB für Ruhe in den angrenzenden Räumen. Durch die Lackierung in anthrazit fügt sie sich auch optisch elegant in die Umgebung.